News

Aug 17, 2017

Komfortables Erfassungstool für ISR und andere Testverfahren

 

2006.1

Konermann, J.; Hammerstein, J.; Zaudig, M.; Tritt, K. (2006):
Prävalenz und Komorbidität von Persönlichkeitsstörungen in psychosomatischen/psycho­thera­peutischen Kliniken. Persönlichkeitsstörungen, 10, 18-30.

Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit untersucht die Prävalenz und Achse-I-Komorbidität von Persönlichkeitsstörungen in einer großen Stichprobe von Patienten aus 17 psychosomatischen Kliniken. Die Diagnosevergabe erfolgte mittels klinischer Interviews der Behandler nach den Leitlinien der ICD-10. Von 49984 behandelten Patienten der beteiligten Einrichtungen erhielten 13044 Patienten (26,1%) mindestens eine Persönlichkeitsstörung (PS). Nur 1,6% der Patienten erhielten mehr als eine Persönlichkeitsstörung. Die Emotional-instabile PS (5,6%), die Abhängige PS (3,5%), und die Ängstlich-vermeidende PS (3,0%) waren die häufigsten spezifischen PS. Die Kategorien „andere spezifische PS“ (5,0%) und kombinierte PS (3,3%) hatten ebenfalls vergleichsweise hohe Prävalenzen. Hinsichtlich der Achse-I-Komorbiditäten belegen Einzelbefunde für die vorliegende Stichprobe höhere Prävalenzen von Substanzabhängigkeiten bei der Dissozialen PS (29,5%), der Emotional-instabilen PS (24,9%), der Abhängigen PS (22,5%) und der Paranoiden PS (22,2%). Die phobischen Störungen fanden sich auffällig häufig bei der Ängstlich-vermeidenden PS (14,4%). Zu dem fanden sich höhere Prävalenzen der Zwangsstörung bei der Anankastischen PS (13,3%) und der Posttraumatischen Belastungsstörung bei den Emotional-instabilen PS (14,3%).

« zurück

Previous page: Publikationen  Nächste Seite: Referenzen